In den beiden Wochentagen Sonntag und Montag lässt sich die Herkunft der Namen von den beiden Himmelskörpern Sonne und Mond zweifelsfrei erkennen.  Auch die englische Sprache  „widmet“ die beiden Wochentage Sunday and Monday  unserem Zentralgestirn, resp. dem Erdtrabanten.  Saturday, Samstag also, entlieh seinen Namen dem zweitgrössten Planeten unseres Sonnensystems. Häufiger stösst man in der italienischen Sprache auf Begriffe aus der Astronomie, so in lunedi (Mond), martedi (Mars), mercoledi (Merkur), giovedi (Jupiter) und venerdi (Venus). Dasselbe gilt für das Französische in lundi, mardi, mercredi, jeudi und vendredi.

 

Von Paul Furrer-Bischofberger, Chur

Und im Rätoromanischen, resp. im Romantsch Grischun? Erahnen Sie doch selbst den Stamm  für die Namensgebung der Wochentage in

-       Glindesdi (Montag)

-       Mardi (Dienstag)

-       Mesemna (Mittwoch)

-       Gievgia (Donnerstag)

-       Venderdi (Freitag)

-       Sonda (Samstag)

-       Dumengia (Sonntag) 

Mit dieser Namensliste der Wochentage bewegen wir uns im Gebiet der grössten Volkssternwarte der Schweiz, in der Surselva, in Falera.  Der Name „Mirasteilas“ des Volksobservatoriums in Falera (Graubünden) trägt   die ortsübliche Sprache in die weite Welt hinaus, heisst doch „MIRASTEILAS“ auf deutsch übersetzt  „STERNGUCKER“.  Aber nicht nur dies: Falera ist auch die Bezeichnung für einen Kleinplaneten, entdeckt 2009 durch Jose de Queiroz. Der Asteroid umläuft unsere Sonne in einem mittleren Abstand von 409 Millionen Kilometern (rund 2.5 mal  den Abstand Erde-Sonne) und benötigt für die Umrundung des Zentralgestirns rund 5.5 Erdenjahre. In der Fachliteratur  ist allerdings der Kleinplanet „Falera“ unter der  Nummer 233943 archiviert.