Liebe Mitglieder

Das Vereinsjahr hat begonnen. Ich freue mich auf die kommenden Anlässe. Ihr findet sie hier auf der Homepage unserer AGG auf dem Jahresprogramm aufgelistet. Einige Daten stehen noch nicht genau fest, die entsprechenden Anlässe finden aber im angegebenen Monat statt. Dieses Jahr organisiert unser Sternwartenleiter mit der AGG das internationale Kleinplanetentreffen, zusätzlich zum Teleskoptreffen, und im Herbst steht ein lehrreicher Vortrag auf dem Programm.

The Earth seen from Apollo 17Im vergangenen Jahr sind wieder mehrere Neumitglieder zu unserem Verein gestossen, die mit uns über die Tiefen des Universums sinnieren und Blicke dort hineinwerfen wollen. Die gemeinsamen Gedanken über das Universum gehören zu den Hauptaufgaben unseres Vereins. Die Sterne und Planeten sind unsere Beobachtungsobjekte. Sie sind fast unendlich weit entfernt und ihr Dasein ist im Vergleich zu unserem Leben beinahe von ewiger Dauer. Dennoch hat mich ein Autor eines unterhaltsamen Buches kürzlich auf einen interessanten Gedanken gebracht. Wir Menschen haben dem Universum, den Sternen, Planeten und Galaxien darin einiges voraus: Wir sind in der Lage, darüber nachzudenken….

Wir machen uns Gedanken über die Entstehung, die Funktionsweise und die Zukunft des Universums, in dem wir leben. So klein wir auch sind: Das Universum erhält erst durch uns die Möglichkeit, sich selbst zu erfassen und über sich nachzudenken. Und wir Amateurastronomen nutzen diese Möglichkeit an vorderster Front. Wir sind mit den professionellen Kollegen quasi die Werkzeuge des Universums, sich zu verstehen. Noch zwei Gedanken dazu: Erstens sind wir vielleicht - oder sogar wahrscheinlich - nicht die einzigen Lebewesen, die dazu in der Lage sind. Immerhin zeichnen wir uns aber gewissermassen durch astronomische Massstäbe aus. In unserem Gehirn gibt es mehr Verknüpfungen zwischen den Neuronen als es Sterne in unserer Milchstrasse gibt. Zweitens sollte uns dies gleichwohl nicht überheblich werden lassen. Trotz seiner Komplexität ergibt sich aus der Evolution des Menschen und seines Gehirns, dass dieses für Aufgaben gemacht wurde, welche den Alltagsproblemen vor 100‘000, 10‘000 oder 1000 Jahren entsprachen. Es ist nicht dazu geschaffen, den Kosmos zu ergründen und noch weniger, diesen gar zu verstehen. Dieses Ziel sollen und werden wir nie erreichen. Doch sollte uns das keinen Zentimeter von unserer astronomischen Leidenschaft abbringen.

Wer solche und ähnlich Gedanken vertiefen möchte, dem kann ich das Buch Eine Hand voll Sternenstaub von Lorenz Marti empfehlen. Es ist 2012 im Kreuz Verlag, Freiburg i.B. erschienen. Ich freue mich im Vereinsjahr auf viele anregende Gespräche mit Euch.

 

Euer Präsident

Thomas  Castelberg

AGG Jahresprogramm 2013