Vor genau 200 Jahren schrieb Isaac Newton, britischer Physiker, Mathematiker und Astronom: „ Eine Uhr, die auf Schiffen pro Tag auf zirka drei Sekunden genau geht, ist undenkbar.“ 70 Jahre später  war der französische Astronom Joseph-Jérome de Lalande der Ansicht, dass  „Es  in jeder Hinsicht als unmöglich erwiesen, ist dass der Mensch sich in die Luft zu erheben und sich darin zu halten vermag.“  Und noch dicker $usserte sich im Jahre 1874 der deutsche Physiker und Mathematiker, Philipp von Jolly. Er schrieb: „In der Physik ist im Wesentlichen schon alles erforscht“.

Zur Theorie der Kontinentalverschiebung von Wegener wurde im Jahre 1913  vom deutschen Arzt, Zoologe und Paläontologe Hermann von Ihering festgehalten: „ Wegeners Theorie ist ein Phantasiegebilde, welches wie eine Seifenblase vergehen wird.“

Albert Einstein erklärte im Jahre 1932 Folgendes: „ Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass wir jemals Atomenergie entwickeln können“.

Zurück zu einer weiteren astronomischen Fehlprognose: Sir Harald Spenser Jones, britischer Astronom hielt im Jahre 1957 fest: „Es wird noch Generationen dauern, bis der Mensch auf dem Mond landet“. Und was passierte bereits 12 Jahren nach dieser Aussage?

Nach der eingangs  erwähnten Prognose von Newton eine recht neuzeitliche Prognose: In einem Bericht der Schweizer Uhrenindustrie aus dem Jahre 1968 steht:: „Eine Uhr mit Quarz und Batterie – das kann nicht die Uhr der Zukunft sein.“

Hier noch zwei, drei weitere Fehlprognosen:

Gottlieb Daimler: „ Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren“.

Kaiser Wilhelm,1906, „Das Pferd wird es immer geben. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“.

Lord Kelvin, 1897: „Die Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen“.

Wie schrieb doch treffend Karsten Mekelburg, deutscher Satiriker: „Prognose: Ersatz einer Lüge durch blindes Raten.“ Oder Johann Wolfgang von Goethe: „Weissagungen sind oft nur fromme Wünsche.  Manchmal auch grosse Blicke in die Weltgeschichte und Gefühl vom Wiederkehren der Dinge.“

Entnommen aus „Keine Ahnung, aber davon viel/ Die peinlichsten Prognosen der Welt“ Ullstein-Verlag 2011/ISBN 978-3-548-37386-7

Paul Furrer-Bischofberger, 7000 Chur